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Hbner weltweit

 

Flexible Verbindung

 

Dieser Citaro G der meoline Essen hat das 10.000. HÜBNER Gelenk in einem Daimler-Fahrzeug verbaut  

25.000 ausgelieferte Gelenke – exakt diese Zahl erreichte Hübner vor wenigen Monaten. 10.000 Gelenksysteme davon wurden allein für EvoBus produziert. Das 10.000. Gelenk wurde in ein Fahrzeug vom Typ Citaro G der Marke Mercedes-Benz eingebaut.

 
Die Gelenksysteme der Hübner GmbH machen überlange Busse »gelenkig«. Dabei können die Faltenbälge der Kasseler Spezialisten geschickt in das Fahrzeugdesign integriert werden.

 
Wenn sich der Mercedes-Benz-CapaCity mit seinen vollen 19,54 Metern Länge durch enge Kurven und Kehren schlängeln muss, dann spielt das Gelenksystem eine wesentliche Rolle. Erst dieses macht den Fahrern das Manövrieren der überlangen Busse leicht. Immer mit an Bord: das Gelenksystem der Hübner GmbH aus Kassel. Das Unternehmen ist seit den 1950er Jahren Partner von MercedesBenz und Setra. Zu dieser Zeit wurden erstmals Gelenkbusse konstruiert; Hübner lieferte die Faltenbälge. Und seit dieser Zeit machen die Kasseler Entwickler Busse beweglich: War es zuerst der Faltenbalg als Einzelkomponente, werden seit vielen Jahren komplette Gelenksysteme mit Faltenbalg und Energieführungssystem an die Hersteller geliefert.

Was genau macht ein Gelenksystem aus? Ganz sicher zum großen Teil seine Flexibilität, denn die Ansprüche seitens der Bushersteller sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich. Hersteller können Komponenten wie Verkleidungen, Faltenbälge, Plattform, Abdeckung, Energieführung, Dämpfungssystem und – besonders wichtig – die Steuerung des Gelenks zusammenstellen. Neben der Mechanik ist diese das Herz jedes Systems, wertet sie doch permanent die Fahrsituation aus und steuert die Dämpfung so, dass die Sicherheit und der Komfort für alle Fahrgäste jederzeit optimal sind. Wie umfangreich jeder Schritt der Individualisierung ist, wird deutlich, wenn man sich die rund 1000 Einzelteile eines Komplettsystems vor Augen hält. Eine enorme Menge und eine ebensolche Herausforderung. Und immer braucht es Spezialisten wie jene von Hübner, solch ein übergroßes Technikpuzzle zusammenzusetzen.

Die gesamte Baugruppe ist modular aufgebaut und ohne großen Aufwand in den Produktionsprozess einklinkbar. Um Kosten in der Fertigung der Bushersteller so gering wie möglich zu halten, ist jedes Gelenksystem einbaufertig vormontiert. So verschmelzen mit der Hübner-Baugruppe in wenigen Arbeitsschritten Vorder- und Hinterwagen zu einer Einheit.

Wenn sich die Mitarbeiter von Hübner an die Arbeit machen, werden die Faltenbälge der Gelenksysteme auch zu Designelementen. Eine Tatsache, die sich immer mehr Kommunen zunutze machen, um die Attraktivität der Busse zu steigern. Gefällig und individuell werden die Faltenbälge dem Design des Fahrzeugs angepasst. Und auch der CapaCity zeigt sich in modischem Schick: Den Großraumgelenkbus ziert ein zweifarbiger Faltenbalg mit schwarzem, pulverbeschichteten Aluminiumrahmen. Wichtig ist dabei das verwendete Material: Denn nur die richtige Kombination verschiedener Werkstoffe garantiert eine hochwertige Farbwiedergabe und ist für den typischen und dauerhaften Busbetrieb sowohl belastbar wie auch flexibel.
 

Regionalverkehr 3-2010, Seite 23


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