





Die Unternehmen Hübner, Ikea und SMA schaffen in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eine überbetriebliche Kinderbetreuung für den Industriepark Kassel.
Der von der Gemeinde Lohfelden und der Stadt Kassel unterstützte und von der Wirtschaftsförderung Region Kassel und der IHK Kassel begleitete Betriebskindergarten gilt als bisher einmaliges Referenzprojekt in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik. Gestartet wird am 1. Mai mit einer Betreuungsgruppe für Kinder unter drei Jahren.
Für Eltern, die im Einzelhandel arbeiten oder Schichtdienst leisten müssen, sind die Betreuungszeiten in den bisherigen Kindergärten meist nicht ausreichend. Betriebskindergärten, wie es sie in Kassel bereits bei Daimler, E.ON, K + S, Wintershall oder SMA gibt, sind da eine Hilfe. Kleinere Firmen können sich eigene Betreuungseinrichtungen aber nicht leisten. Deshalb gehen jetzt drei große Unternehmen voran. Die Organisatoren hoffen, dass sich kleinere Betriebe anschließen.
Für Kassel und Lohfelden bietet das Projekt die Chance, weitere Plätze für Kleinkinder unter drei Jahren zu schaffen. Ab 2013 müssen die Kommunen den Rechtsanspruch der Eltern von Kleinkindern auf einen Betreuungsplatz erfüllen können.
Aus der Sicht der Wirtschaft ist eine gute Kinderbetreuung inzwischen ein wichtiger Standortfaktor. „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein“, sagt Ute Wiesner (SMA): „Eine Kinderbetreuung gehört dazu.“
Der ASB-Regionalverband wird den neuen Kindergarten in Lohfelden betreiben. Zusammen mit Ikea werden 150 000 Euro in den Um- und Ausbau des vorhandenen ASB-Kindergartens investiert. Fünf Beschäftigte werden in der neuen Betreuung zeitversetzt arbeiten. Durch Zuschüsse von Europäischer Union und Land Hessen liegen die Betriebskosten pro Betreuungsplatz bei 700 Euro monatlich. Einen Teil dieser Kosten übernehmen die Firmen für ihre Mitarbeiter. Die Finanzierung des Projekts ist für zwei Jahre gesichert. Weitere Betriebe können sich beteiligen.
Quelle: HNA Online vom 24.03.2011
Foto: Herzog