




Beim Laufen werden viele Muskeln und ein guter Gleichgewichtssinn gebraucht.
Erfunden wurden die Therapiematten von Jens Freitag und seinem Team.
Der Industriedesigner hatte sich schon länger damit beschäftigt, wie
ältere Menschen lange mobil bleiben können und dabei Stürze vermeiden.
Das beste Training dafür, das weiß Jens Freitag, ist das Barfußgehen in
der Natur, wo jeder Schritt eine neue Anpassung erfordert. Doch das
trauen sich viele ältere Menschen nicht mehr zu. Also beschloss der
Designer, die Natur ins Haus zu holen.
Die Therapiematten von Jens Freitag ahmen die Natur nach – in Form von
elastischen Reliefs aus Polyurethanschaum. Die Form ist aber nicht
zufällig, sondern exakt berechnet. Jede Neigung, jeder Winkel soll die
Balance des Körpers herausfordern. Dazu muss das Gehirn die Lage des
Körpers erfassen und unzählige Muskeln koordinieren. Das elastische
Material verstärkt die Wirkung. Doch damit nicht genug. Um einen echten
Trainingseffekt zu erreichen, darf es keine Gewöhnung geben.
Jens Freitag hat dieses Problem auf eine simple und doch geniale Weise
gelöst: Er hat die 50 mal 50 Zentimeter große Reliefplatte so
konstruiert, dass sie immer an die nächste Platte passt, egal wie man
sie auch dreht und wendet. So entsteht jedes Mal, wenn man die Matten
auslegt, ein anderes Übungsgelände. Schon mit sechs Matten ergeben sich
fast drei Millionen Varianten.
Auf den Therapiematten üben nicht nur ältere Menschen oder Leute mit
Handicap einen sicheren Gang, um Stürze zu vermeiden. Längst haben auch
Leistungssportler die Matten für sich entdeckt. Sie trainieren u.a.
Sprungkraft und Reaktionsfähigkeit auf der "Naturlandschaft". Auf diese
Weise sollen Sportverletzungen vermieden werden.
Klicken Sie hier, um sich den Filmbeitrag des MDR aus der Sendung "Einfach genial" vom 18.01.2011 anzusehen
(ab 1:38 Min.)
Quelle:
http://www.mdr.de/einfach-genial/erfindungen/8116941.html